Kappungsgrenze Kassel 2026: 20 %, keine Absenkung
Stand der Angaben: 21.10.2026. Verbindlich ist allein der Text der Verordnung im amtlichen Gesetzblatt.
In Kassel gilt die Regelgrenze von 20 %. Die Miete darf bei einer Erhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete innerhalb von drei Jahren um höchstens 20 Prozent steigen.
- Grundlage
- Hessen hat eine Verordnung mit abgesenkter Grenze (Verordnung zur Bestimmung des Geltungsbereichs der bundesrechtlichen Mieterschutzvorschriften (Mieterschutzverordnung – MiSchuV) vom 18. November 2020, geändert durch Verordnung zur Änderung der Mieterschutzverordnung vom 12. November 2025). Kassel ist in ihrer Liste nicht aufgeführt, deshalb gilt § 558 Abs. 3 Satz 1 BGB mit 20 Prozent.
- Quelle
- Verordnung des Landes
- Land
- Kappungsgrenze in Hessen
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Was Sie in Kassel beachten sollten
Aktuell: Rechtslage in Hessen unsicher
Hessen. Die Verordnung wurde am 12.11.2025 bis zum 25.11.2026 verlängert, bei unveränderter Gebietsliste mit 49 Kommunen. Das Amtsgericht Frankfurt hat die Verlängerung mit Urteil vom 10.06.2026 (Az. 33029 C 130/25) für unwirksam gehalten, weil die Datengrundlage veraltet sei. Die Landesregierung sieht darin laut Landtagsausschuss vom 25.06.2026 eine Entscheidung nur zwischen den Parteien. Ob andere Gerichte folgen, ist offen. Eine Neufassung mit 71 statt 49 Kommunen ist im Entwurf, seit dem 24.09.2026 in der Anhörung. Der Kabinettsbeschluss wird für Mitte November 2026 erwartet. Beschlossen ist sie nicht, deshalb führen wir die geltende Liste und den Entwurf getrennt und den Entwurf nur zur Information.
- Kassel steht weder in der geltenden Liste noch im Entwurf der Neufassung.
Rechenbeispiel für Kassel
Zahlte ein Mieter in Kassel vor drei Jahren 800,00 € Kaltmiete und liegt die ortsübliche Vergleichsmiete deutlich höher, darf die Miete höchstens auf 960,00 € steigen, also um 160,00 €.
Die Kappungsgrenze ist nur eine Obergrenze. Zusätzlich darf die neue Miete die ortsübliche Vergleichsmiete nicht übersteigen, liegt diese niedriger, gilt sie. Die Miete muss zum Zeitpunkt der Erhöhung seit 15 Monaten unverändert sein, und das Verlangen darf frühestens ein Jahr nach der letzten Erhöhung zugehen (§ 558 Abs. 1 BGB). Erhöhungen wegen Modernisierung oder Betriebskosten zählen für die Kappungsgrenze nicht mit.
Mietspiegel Kassel
- Art
- qualifizierter Mietspiegel
- Stand
- 2026
- Gilt bis
- 31.12.2027
- Herausgeber
- Magistrat der Stadt Kassel (erstellt von FUB IGES)
- Link
- Mietspiegel von Kassel
- Online-Rechner
- ja
Der Mietspiegel zählt, weil Sie das Mieterhöhungsverlangen begründen müssen (§ 558a BGB). Der Mietspiegel ist das übliche Begründungsmittel, möglich sind auch eine Auskunft aus einer Mietdatenbank, ein Gutachten oder drei Vergleichswohnungen. Gibt es einen qualifizierten Mietspiegel, müssen Sie seine Angaben für die Wohnung auch dann nennen, wenn Sie die Erhöhung mit einem anderen Mittel begründen (§ 558a Abs. 3 BGB). Qualifiziert heißt: Er wurde nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt und von der zuständigen Behörde oder von Vermieter- und Mieterverbänden anerkannt (§ 558d Abs. 1 BGB).
Die Mietpreisbremse (§ 556d BGB) gilt bei der Neuvermietung und beruht auf einer anderen Verordnung. Für die Mieterhöhung im laufenden Mietverhältnis zählt allein die Kappungsgrenze.
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Der Mieterhöhungsrechner prüft Kassel gegen die Verordnungslisten und stellt den Prozentsatz ein. Sie tragen die Miete von vor drei Jahren, die aktuelle Miete und die Vergleichsmiete ein und sehen die höchste neue Miete und die Fristen. Das Ergebnis ist kostenlos. Das fertige Mieterhöhungsverlangen mit Zustimmungserklärung als PDF kostet einmalig 6,90 € (Muster ansehen), ohne Abo und ohne Konto.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Kappungsgrenze in Kassel?
In Kassel gilt die Regelgrenze von 20 Prozent. Hessen hat zwar eine Verordnung mit abgesenkter Grenze, Kassel steht aber nicht in ihrer Liste. Die Miete darf innerhalb von drei Jahren um höchstens 20 Prozent steigen.
Zählen Modernisierung und Betriebskosten für die Kappungsgrenze mit?
Nein. Mieterhöhungen wegen Modernisierung (§ 559 BGB) und Änderungen bei den Betriebskosten (§ 560 BGB) werden bei der Kappungsgrenze nicht mitgerechnet. Zusätzlich darf die neue Miete die ortsübliche Vergleichsmiete nicht übersteigen.
Muss ich für eine Mieterhöhung in Kassel den Mietspiegel nennen?
Sie dürfen die Erhöhung auch mit anderen Mitteln begründen, etwa einem Gutachten oder drei Vergleichswohnungen (§ 558a Abs. 2 BGB). Gibt es einen qualifizierten Mietspiegel, müssen Sie die Angaben daraus für Ihre Wohnung aber auch dann mitteilen (§ 558a Abs. 3 BGB). Nach unseren Angaben hat Kassel einen qualifizierten Mietspiegel.
Weitere Städte in Hessen
- Kappungsgrenze Darmstadt: 15 %
- Kappungsgrenze Frankfurt am Main: 15 %
- Kappungsgrenze Hanau: 20 %
- Kappungsgrenze Offenbach am Main: 15 %
- Kappungsgrenze Wiesbaden: 15 %
Kappungsgrenze in anderen großen Städten
- Kappungsgrenze Berlin: 15 %
- Kappungsgrenze Hamburg: 15 %
- Kappungsgrenze München: 15 %
- Kappungsgrenze Köln: 15 %
- Kappungsgrenze Frankfurt am Main: 15 %
- Kappungsgrenze Stuttgart: 15 %
- Kappungsgrenze Düsseldorf: 15 %
- Kappungsgrenze Leipzig: 15 %
- Kappungsgrenze Dortmund: 15 %
- Kappungsgrenze Essen: 20 %
- Übersicht aller Länder mit Suche nach Gemeinde
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